Definition Was ist Threat Detection, Investigation and Response (TDIR)?

Von Erik1 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Terminus Threat Detection, Investigation and Response (TDIR) beschreibt Tools zur Erkennung, Analyse und Abwehr von Cyberbedrohungen. Organisationen nutzen TDIR, um Kompromittierungen einzudämmen und Geschäftsabläufe sicherer zu gestalten.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Ziel von Prozessen und Tools aus dem Umfeld von Threat Detection, Investigation and Response ist die frühzeitige Identifizierung von bösartigen, feindlichen Aktionen und möglichen Einfallstoren von Cyberkriminellen. Da diese zunehmend raffinierter und vor allem dynamisch agieren, ist TDIR ein permanent im Hintergrund ablaufender Prozess, der kontinuierlich hinterfragt und angepasst werden sollte.

Background: Diese Cyberbedrohungen gibt es

Bei TDIR handelt es sich um einen risikobasierten Ansatz, der über die Möglichkeiten traditioneller Security Information and Event Management (SIEM) Tools hinausreicht. Grundsätzlich beziehen sich beide Prozesse jedoch auf die gleichen Arten von Bedrohungen hinsichtlich der digitalen Security von Unternehmen, Institutionen und Organisationen, als da wären:

  • Phishing via E-Mail zur Preisgabe sensibler Daten
  • Malware zur Störung oder Zerstörung von IT-Systemen
  • Ransomware zur Erpressung von Nutzern als Gegenleistung für die Freigabe eines zuvor in krimineller Absicht blockierten Systems
  • Langfristige Angriffskampagnen (APTs) mit dem Ziel eines unerkannten Eindringens in Netzwerke.

Was bedeutet „Threat Detection“?

Threat Detection bedeutet übersetzt Bedrohungserkennung. Im Kampf gegen Cyberbedrohungen nimmt die Bedrohungserkennung eine zentrale Rolle ein. Sie ist die erste Frontlinie im Kampf gegen Cyberkriminalität. Im Idealfall werden Schwachstellen zu einem Zeitpunkt identifiziert, wenn noch kein Schaden eingetreten ist.

„Investigation“: Eine detaillierte Analyse in mehreren Schritten

Investigation bedeutet nichts anderes als „Untersuchung“. Dabei handelt es sich um den zweiten Schritt im TDIR-Prozess. Die Bedrohung wird intensiv analysiert und kontextualisiert. Außerdem wird im Rahmen der Untersuchung festgestellt, ob die identifizierte Bedrohung tatsächlich bösartig oder ein sogenanntes „false positive“ (= Falscher Alarm) ist.

„Response“: Je schneller die Reaktion, desto besser

Je länger eine Cyberbedrohung aktiv ist, desto größer ist – zumindest in der Theorie – der Schaden. Die „response“ (= Reaktion) sollte deshalb so früh wie möglich erfolgen. Zur Reaktion gehören Aktionen wie die Isolation kompromittierter Systeme und die Anwendung von Sicherheitspatches.

So lässt sich TDIR in Geschäftsabläufe integrieren

Threat Detection, Investigation and Response lässt sich auf vielfältige Weise in die Geschäftsabläufe einbauen. Organisationen benötigen dazu neben einem ausgearbeiteten TDIR-Plan und regelmäßigen Awareness-Schulungen vor allem ein professionelles Response-Team, das sich idealerweise aus einem Sicherheitsanalysten, einem Incident Manager und weiteren IT-Fachleuten zusammensetzt.

(ID:49917548)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung